Eine kleine Nacht Musick
Jeder kennt diesen klingenden Titel, den Wolfgang Amadé Mozart in seinem „Verzeichnüß aller meiner Werke“ seinem berühmten Stück gab. Er hat es im Gedenken an seinen jüngst verstorbenen Vater Leopold komponiert und als Erinnerung an Salzburg und seine Jugend ganz bewusst die Form einer Serenade, also einer Abendmusik gewählt. Noch am 8.2.1800 erwähnt Nannerl Mozart in einem Brief an den Leipziger Verlag Breitkopf und Härtel Noten des Bruders Wolfgang für „eine ganz kleine Nachtmusick bestehend in 2 violin und Baßo…“.
Notturni, Serenaden und Cassationen sind Stücke, die für abendliche Aufführungen – wenn möglich im Freien - vorgesehen waren. Sie alle fallen in die große Gattung der Divertimenti, also Musik zur vergnüglichen Unterhaltung. Dabei galt die aus der barocken Triosonate entstandene Besetzung von zwei Violinen und Bass als üblich, manchmal spielten aber durchaus auch größere Ensembles mit Streichern und Bläsern. Vielseitig in der Form diente diese Literatur den Komponisten als wichtiges Labor für die Entwicklung der Kammermusik und der Sinfonie - ein unterhaltsamer Mikrokosmos der Empfindungen.
Das Wiener Ensemble dolce risonanza präsentiert Ihnen die große Vielfalt der ganz kleinen „Nachtmusick“, von Märschen zum Einzug der Musiker über Salzburger Dänzl, Ländlerische und Menuette bis zu zeitgenössischen Bearbeitungen berühmter Sinfonien und Opern. Zu hören sind Werke von Wolfgang Amadé Mozart, den Brüdern Joseph und Michael Haydn sowie ihren Zeitgenossen, gemischt mit Anekdoten und Wissenswertem über diese Komponisten, ihre Zeit und Kultur.
